KRÄUTERHEILKUNDE
Die Kräuterheilkunde ist eine der 5 Grundsäulen der Traditionellen Chinesischen Medizin neben Akupunktur, Tuina, Diätetik (Ernährungslehre) und Qi Gong.
In ihrem Ursprungsland China werden etwa 70 % der Krankheiten mit klassischen Arzneimitteln behandelt, 30 % mit Akupunktur und Tuina. Sie beruht auf einer über 2000 Jahre langen Erfahrung und behandelt den Menschen als Ganzes und nicht seine einzelnen Organe.
Vor dem Erstellen einer Rezeptur ist eine genaue Diagnose notwendig. Die Diagnostik beinhaltet immer eine Befragung des Patienten und eine Bewertung von Zunge und Puls.
Eine Rezeptur setzt sich aus unterschiedlichen Substanzen zusammen. Dies können Pflanzenteile wie Blätter und Stengel, Blüten, Rinden und Wurzeln oder auch tierische Produkte und Mineralien sein.
Heute wird bei der Wahl der Arzneimittel natürlich dem Artenschutz Rechnung getragen. Geschützte Arten aus dem Tier- und Pflanzenreich werden nicht mehr eingesetzt.
Traditionell werden die Arzneimittel in Form von Tees (Dekokte) eingenommen, welche eine
individuelle Handhabung der Rezepturen ermöglichen.
Weitere Arzneizubereitungen finden Verwendung in Gestalt von Granulaten, Tinkturen, Pillen,
Kapseln, Pflastern und Salben zur äußerlichen Anwendung. Die jeweils gewählte Arzneiform kann
die Therapie effektiv unterstützen.
Ich verwende in meiner Praxis auch Rezepturen mit westlichen Kräutern, jedoch immer unter dem Aspekt der Chinesischen Medizin.